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Der Bayerische
Qualitätspreis

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Preisträger 2009

Preisträger seit 1993

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Aufbau des Wettbewerbs
Der Bayerische Qualitätspreis wird seit 1993 an Produktionsunternehmen der Industrie und seit 1994 zusätzlich an Produktionsunternehmen aus dem Handwerk verliehen. 1998 wurde der Bayerische Qualitätspreis auch um Handelsunternehmen in den Bereichen Einzelhandel sowie Groß- und Außenhandel und um "wirtschaftsfreundliche Gemeinden" erweitert. Seit 2002 können auch unternehmensorientierte Dienstleister aus den Branchen IT, Netzwerk, Software, Telekommunikation und Logistik teilnehmen.
Die teilnehmenden Unternehmen oder Produktionsstätten müssen einen Standort in Bayern haben und mindestens 30% ihres Umsatzes in Deutschland abwickeln. Sie können auf Gewinn ausgerichtete oder gemeinnützige Unternehmen, Gesellschaften oder Stiftungen sein und dürfen in- oder ausländischen Eigentümern gehören. Hilfreich, jedoch nicht zwingend bei einer Bewerbung um den Bayerischen Qualitätspreis ist der Nachweis der Zertifizierung nach DIN ISO 9000ff. Die teilnehmenden Gemeinden müssen aus einem der 7 Regierungsbezirke Bayerns stammen.
Struktur des Bayerischen Qualitätspreises

Die Bewertung erfolgt getrennt für Produktionsunternehmen der Industrie oder des Handwerks, für Handelsunternehmen, für unternehmensorientierte Dienstleister und für "wirtschaftsfreundliche Gemeinden". Der Qualitätspreis wird jährlich als Auszeichnung für hervorragende Unternehmensqualität abhängig von der Zielgruppe auf Basis von differenzierten Bewertungskategorien vergeben. Neben der besten Gesamtbewertung im Teilnehmerfeld aus allen Kategorien müssen die Preisträger zusätzlich in jeder einzelnen Kategorie hervorragende Leistungen aufweisen.
Aufbau des Bayerischen Qualitätspreises für Produktionsunternehmen
Kategorien für Produktionsunternehmen der Industrie:
- Allgemeine Unternehmensdaten
- Qualitätsstrategie
- Qualitätsimage im Markt
- Qualitätskosten- und -leistungsmanagement
- Qualität in der Beschaffung
- Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept
- Qualität in Forschung und Entwicklung
- Qualität in der Produktion
- Qualität in Auftragsabwicklung und Marketing
- Qualität im externen Service
Kategorien für Produktionsunternehmen des Handwerks:
- Allgemeine Unternehmensdaten
- Qualitätsstrategie
- Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept
- Qualität in Produktion und Auftragsabwicklung
Die Unterteilung des Bayerischen Qualitätspreises in verschiedene Kategorien spiegelt die wesentlichen Bausteine eines Konzeptes zur umfassenden Unternehmensqualität wieder. Für Produktionsunternehmen der Industrie wird beispielsweise mit der Kategorie für das beste Qualitätsimage im Markt das Erscheinungsbild und die Einschätzung des Unternehmens bei seinen Kunden und Maßnahmen zum Umweltschutz bewertet, wobei die Erfassung über Gutachten, veröffentlichte Berichte und Studien des vergangenen Jahres erfolgt. Die Kategorie Qualitätskosten- und -leistungsmanagement umfasst die Realisierung des Qualitätskosten- und -leistungsrechnungssystems als Controllinginstrument, die Qualitätskostenerfassung und -zurechnung und die qualitätsbezogene Kennzahlensystematik. Damit wird entsprechend der Maxime, dass nichts verbessert wird, was nicht gemessen wird, das Messkonzept für Unternehmensqualität untersucht. Der Kategorie für Qualität in der Beschaffung liegt der Stand der Qualitätssicherung, -bewertung und -verbesserung von Zulieferteilen im Sinne einer kooperativen Zusammenarbeit mit Zulieferern zugrunde. Eine wichtige Rolle spielen hier die Ausgestaltung der Lieferantenbewertung, Qualitätsverträge, die Systematik der Wareneingangsprüfung und Lieferantenaudits. Für die Kategorie Qualität in Forschung und Entwicklung werden das Qualitätsniveau des Entwicklungsprozesses und der Entwicklungsergebnisse, der Anwendungsgrad präventiver Qualitätssicherungsmethoden wie Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse, Quality Function Deployment oder Statistische Versuchsplanung und die Verwirklichung von Simultaneous Engineering-Prinzipien als Bewertungsgrundlage herangezogen. Erfolgreiche Anstrengungen im Unternehmen bei der Realisierung optimaler Qualitätsleistungen durch alle Mitarbeiter werden mit der Kategorie für die beste Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept erfasst. Bewertungspunkte hierfür sind Schulungs- und Weiterbildungsaktivitäten, Mitarbeiterbefragungen, Visual Management und das betriebliche Vorschlagswesen. Für die Kategorie im Bereich Qualitätsstrategie sind der Implementierungsgrad unternehmensweiter Qualitätsverbesserungsaktivitäten und die Organisation qualitätssichernder Aktivitäten maßgeblich. Für die Kategorie Qualität in der Produktion ist die Anwendung von Strategien zur Qualitätssicherung in Produktionsprozessen wie beispielsweise statistische Prozessregelung, Selbstprüfung und die Verwirklichung präventiver Qualitätssicherungsmethoden ausschlaggebend. Die Kategorie Qualität in Auftragsabwicklung und Marketing beinhaltet herausragende Konzepte der Qualitätsentwicklung in der Prozesskette der Auftragsabwicklung, der Reklamationsabwicklung und im Marketing. Seit 2001 gibt es die Kategorie "Qualität im externen Service". Sie überprüft das Angebot sowie die Qualitätspolitik industrieller Serviceleistungen, die zu Produkten ergänzend erbracht werden.
Aufbau des Bayerischen Qualitätspreises für Handelsunternehmen
Kategorien für Unternehmen des Handels:
- Allgemeine Unternehmensdaten
- Qualitätsstrategie
- Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept
- Qualität in der Beschaffungslogistik
- Qualität der Kundenorientierung
- Qualität in Auftragsabwicklung und Marketing
Die Auswahl der Preisträger für die Qualitätsauszeichnungen im Handel erfolgt anhand des gleichen zuvor dargestellten Konzepts zur umfassenden Unternehmensqualität, wobei die Inhalte jedoch auf die speziellen Belange zugeschnitten sind und mit sechs Bewertungskategorien gegenüber dem Industriebereich einen reduzierten Umfang aufweisen.
Aufbau des Bayerischen Qualitätspreises für Dienstleistungsunternehmen
Kategorien für Unternehmen des Dienstleistungssektors:
- Allgemeine Unternehmensdaten
- Qualitätsstrategie, Qualitätspolitik und Führung
- Organisation und Controlling des Qualitätsmanagements
- Integration der Mitarbeiter in ein Unternehmensqualitätskonzept
- Qualität der Dienstleistungsentwicklung
- Qualität der Dienstleistungserbringung
Um der Bedeutung des Dienstleistungssektors in Bayern gerecht zu werden, haben seit dem Wettbewerb 2002 unternehmensorientierte Dienstleister der Branchen IT, Netzwerke, Software, Telekommunikation, Logistik Werbe- und Marketing/Design die Möglichkeit zur Teilnahme. Die Auswahl der Preisträger erfolgt analog zur Vorgehensweise wie bei Produktions- und Handelsunternehmen.
Aufbau des Bayerischen Qualitätspreises für Gemeinden
Kategorien für Städte und Gemeinden:
- Allgemeine Informationen
- Bürgernähe und Wirtschaftsförderung
- Qualität und Organisation
- Standortbedingungen
- Einzelaktionen und Projekte
Mit dem erprobten Konzept des Bayerischen Qualitätspreises wird auch die Auswahl der "wirtschaftsfreundlichen Gemeinden" auf Basis mehrerer Qualitätskategorien durchgeführt. Qualität bezogen auf die Wirtschaftsfreundlichkeit einer Gemeinde kann als die Erfüllung von Anforderungen zur dauerhaften Kundenzufriedenheit definiert werden. Da eine Gemeinde aber unterschiedliche Interessengruppen hat, die alle bedarfsorientiert bedient werden wollen, kommt es in der Realität häufig zu Interessenkonflikten und zwar insbesondere zwischen Bürger- und Unternehmensinteressen. Die Bewertungskategorie "Bürgernähe und Wirtschaftsförderung" umfasst Angebote und Einrichtungen der Gemeinde, die sowohl die Bürger als auch Unternehmen mit spezifischen Informationen und Leistungen versorgen. Ausdruck derartiger Aktivitäten sind allgemein nutzbare Stadtinformationssysteme, Technologiezentren, Public-Private-Partnership oder Firmenansiedlungen. Die Erkenntnis, durch erhebliche Qualitäts- und Produktivitätssteigerungen im Verwaltungsablauf eine größere Mitarbeiter- und auch Kundenzufriedenheit zu erlangen, wird in der Kategorie "Qualität in der Organisation" berücksichtigt. Motivierte und zufriedene Mitarbeiter der Gemeinde sind auch verantwortungsbewusster und kundenfreundlicher. Eine weitere Bewertungskategorie stellen die lokalen Standortbedingungen der Gemeinde dar. Für die Bürger wird ein möglichst umfangreiches Kultur-, Sport- und Nahverkehrsangebot bereitgestellt, die Unternehmensinteressen liegen eher in der Gewerbepolitik, im Standortmarketingkonzept oder im Infrastrukturangebot der Verkehrsanbindung. Ein Bewertungsschwerpunkt fällt auf besonders auszeichnungswürdige Einzelaktionen und Projekte, mit denen sich die Gemeinde von anderen Wettbewerbern differenziert. Mögliche Aktivitäten in dieser Kategorie können beispielsweise erfolgreiche Ansiedlungen von Unternehmen und Institutionen sein.
Unternehmen und Gemeinden können das Schema der quantitativen Qualitätsbewertung auch für eine Selbstüberprüfung heranziehen, ohne eine Bewerbung einzureichen. In einem solchen Fall ist zu überprüfen, inwieweit die Verteilung der Bewertungspunkte der spezifischen Qualitätspolitik und den daraus abgeleiteten Zielsetzungen entspricht und ob Anpassungen zweckmäßig sind.
Mit den verwendeten Kategorien sind die Bestandteile eines umfassenden und auf Prävention ausgerichteten Qualitätsmanagementsystems abgedeckt, das auf ständige Verbesserung abzielt. Bei der Gewichtung der Kategorien wird der Bedeutung der Themengebiete Kundenorientierung und Einbeziehung der gesamten Organisation in die Qualitätsanstrengungen für eine erfolgreiche Qualitätsmanagementstrategie Rechnung getragen. Die Kategorien werden vom Expertengremium jährlich entsprechend dem aktuellen Wissensstatus überarbeitet und ergänzt. Auf diese Weise ergibt sich ein hoher und umfassender Maßstab für die Bewertung des Qualitätsniveaus in den Unternehmen oder den Städten und Gemeinden.
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